Archive for the ‘Web’ Category

h1

Wie kostenfreie Inhalte im Web zu mehr Umsatz führen

27. Januar, 2009

Wir haben bei der readbox aktuell mal wieder Autoren, die erschüttert sind über den Umstand, dass wirden kompletten Inhalt ihrer Bücher auf der Plattform verfügbar machen (natürlich mit Zustimmung der Verlage, bei denen die Autoren unter Vertrag stehen). Auf den ersten Blick mag das tatsächlich komisch wirken, schließlich will man (wir übrigens auch) die Bücher ja verkaufen. Nun verhält es sich aber so, dass die meisten Autoren, die bei uns vertreten sind, nicht tag-täglich in den Bestsellerlisten zu finden sind und durchaus um ihr Publikum kämpfen müssen.

Nun, wie findet man also Leser und Käufer der Bücher. Anders gefragt: Wie schafft man Reichweite in neuen Zielgruppen (die weder Autor, noch Titel, noch Inhalte kennen)? Wenn man nicht gerade Dan Brown heißt, kann das nur über den Inhalt gehen. Den müssen die potenziellen, neuen Fans kennenlernen können. Sie müssen sich ein Bild davon machen können, ob der Stil, der Text, die Sprache und die Umsetzung des Themas „packen“. Die ersten 10 Seiten reichen hierfür oft nicht aus.

Hatte ich gesagt, Dan Brown braucht das nicht? Na ja, vielleicht könnte auch er davon profitieren, denn das Thema „Freeconomics“ funktioniert durchaus auch bei eingeführten und bekannten Marken. Wie z.B. bei Monty Python, deren DVD-Verkäufe um schlappe 23.000 Prozent anzogen, nachdem sie anfingen, freie Videos auf YouTube zu veröffentlichen. Nachzulesen bei netzwertig.com.

Ich hoffe, diesen Artikel lesen viele Autoren …

Advertisements
h1

Neues aus dem Sport: Der große Bild-Vergleich

16. September, 2008

Mal wieder die Bild-Zeitung … Zunächst wollte ich es ja direkt und ganz alleine hier posten, aber dann hab ich mich doch anders entschieden und dem BILDblog einen sachdienlichen Hinweis gegeben. Schreiben muss ich dennoch darüber, denn es bleibt amüsant. Habe ich nicht neulich noch irgendwo gelesen, dass Bild Online 800 Redakteure beschäftigt (Achtung: pdf-Download der Bild Mediadaten)? Guckt da keiner mal auf das eigene Produkt?.

Screenshot via BILDblog

Groß auf der Sportseite angekündigt: Der große Bild-Vergleich zwischen Schumi und … äh, ja … Schumi. Das alles mit dem Aufmacher garniert „So viel Schumi steckt in Schumi“. Gut dass ein Foto dabei war. So kann man sich wenigstens denken, dass einer der beiden Schumis wohl Sebastian Vettel sein soll.

P.S.: Bin ich jetzt eigentlich berühmt? Ich meine, weil ich’s ins BILDblog geschafft habe 🙂 ?

h1

Geht Google jetzt zu weit?

2. September, 2008

Jetzt muss ich doch noch kurz etwas schreiben, weil ich gerade las, dass Google nun auch einen eigenen Webbrowser auf den Markt bringt. Offiziell begründet mit „die heutigen Browser sind alle zu schlecht, wir wollen das Surfen für den User besser und schneller machen“, dürfte der wahre Grund wohl woanders liegen. Rund 99% des Umsatzes macht Google mit Werbung im Netz. Personalisierung spielt dabei eine große Rolle – und wie ließen sich einfacher und effektiver Daten über Person und Userverhalten im Web sammeln als über den Browser (History, Favoriten, Protokolle …)?

Lest dazu auch mal den Artikel aus der Welt von vergangenem Sonntag. Ich finde, jetzt geht Google ein bißchen zu weit. Bin gespannt, ob die Glaubensgemeinde auch diesem Coup (blind) folgt …

h1

Linktipp: Wikimindmap

2. September, 2008
Wikimindmap zum Thema E-Book (Ausschnitt)

Wikimindmap zum Thema E-Book (Ausschnitt)

Lange nichts geschrieben hier. Obwohl es genügend Themen gäbe, fehlt momentan etwas die Zeit. Aber wenigstens einen Linktipp will ich loswerden: Wikimindmap. Ein großartiges Tool, um Wikipedia noch besser zu nutzen.

Einfach Suchbegriff eingeben (vorher die gewünschte Sprachversion wählen, in der gesucht werden soll) und Wikimindmap stellt das Suchergebnis sowie die mit dem Suchwort verlinkten weiteren Einträge der Wikipedia dar. So findet man zum Thema „E-Book“ zum Beispiel auch schnell Links zum „Elektronischen Papier“ oder den verschiedenen Programmen zum Anzeigen von E-Books auf PCs und mobilen Geräten.

Ich nutze Wikipedia nur noch so. Direkter, umfassender und übersichtlicher geht’s nicht. Im übrigen lassen sich die so erstellten Mindmaps auch in das (kostenlos verfügbare) Mindmapping-Programm Freemind exportieren.

h1

E-Books (jetzt wirklich?) vor dem Durchbruch

11. August, 2008
Lesen mit dem iPhone

Lesen mit dem iPhone

Wow, wie lange hab ich eigentlich nicht gebloggt? Wenn man sich die Meldungen der letzten Tage ansieht, könnte man denken, ich war ein halbes Jahr auf einer einsamen Insel.

Amazon kauft Abebooks und wird vielleicht (Achtung: Gerüchteküche …) zur Buchmesse im Oktober den (das? die? – ich weiß es immer noch nicht) Kindle auch in Deutschland auf den Markt bringen, während die Telekom in Deutschland sowie auch ihr französisches Pendant an eigenen elektronischen Lesegeräten arbeiten. Hier und hier entstehen neue Literaturplattformen im Netz – und das sind nichtmal alle Meldungen der jüngsten Vergangenheit.

Näher eingehen will ich aber heute auf einen interessanten Artikel im buchreport (gefunden via Heinold, Spiller & Partner). Dort geht’s nämlich nochmal um E-Books und deren (ja schon oft herbeidiskutierten, nun aber möglicherweise wirklich bevorstehenden) Durchbruch. Die Redaktion hat „Experten“ zu Ihrer Erwartung befragt und herausgekommen ist, dass

  • der bisher zu vernachlässigende Umsatzanteil von E-Book-Titeln am gesamten Buchmarkt in fünf Jahren mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich liegen werde, sowie
  • auch im Bereich Belletristik eine nennenswerte Nachfrage erwartet wird.

Ich persönlich beschäftige mich (erst? schon?) seit etwa anderthalb Jahren intensiv mit dem Thema E-Books und bin inzwischen zu einem leidenschaftlichen Verfechter der Theorie geworden, dass der Markt bereitet ist (durch Geräte wie iPhone/iPod Touch oder auch Kindle & Co.) – dass es jedoch eines innovativen Ansatzes in Richtung Dateiformate bedarf, um das Potenzial auch wirklich auszuschöpfen und eine nutzerfreundliche Umgebung zu schaffen, die ein positives Leseerlebnis generiert. Interessant zu lesen, dass auch einige der befragten Experten in diese Richtung argumentieren. Und dass Verlage/Verlagsgruppen wie DroemerKnaur oder RandomHouse in 5 Jahren einen E-Book-Umsatzanteil von bis zu 15% für realistisch halten.

Interessant ist aber auch, dass – während heutige Preismodelle bei den am Markt befindlichen Anbietern E-Books eher bei weniger als 50% des Handelspreises für das gedruckte Buch ansiedeln – eine einhellige Meinung zu sein scheint, dass E-Books nicht wesentlich günstiger als die gedruckten Versionen sein sollten. Also in diesem Punkt stimme ich nicht wirklich zu – da würde wohl großes Potenzial verschenkt, denn wäre es nicht eine gute Gelegenheit, über Preisspielräume die Hürde, ein Buch und seinen Autor kennen zu lernen, zu lockern und Leser zu motivieren, es „einfach mal zu probieren“ – ohne gleich 10 oder 20 Euro ausgegeben zu haben? Zumal mit Druck und Handlingkosten ja ein Großteil der Stückkosten entfallen dürfte …

Egal wie, spannend bleibt’s auf jeden Fall.

h1

audible: 1 Mio Hörbuchdownloads in Deutschland in 2008?

9. Juli, 2008

Gerade einen sehr interessanten Artikel im tagesspiegel gelesen. Vornehmlich geht’s um den Umzug von audible von München nach Berlin, aber zusätzlich sind ein paar spannende Fakten zu erfahren.

Zum Beispiel, dass das in Deutschland erst 2004 gegründete Unternehmen in den ersten zweieinhalb Jahren die Millionengrenze der Hörbuchdownloads erreicht hat und für 2008 damit rechnet, diese Marke in einem Jahr zu schaffen. Damit hätte man immerhin mal eben 10% des Absatzes von Hörbuchtonträgern erreicht (hierzulande werden pro Jahr etwa 10 Mio CDs verkauft). Das ganze erreicht audible mit einem Programm von internationalen (die Dan Browns und wie sie alle heißen dürften einen großen Teil des Kuchens ausmachen) sowie rund 7.000 Hörbücher von 175 deutschen Verlagen.

Es scheint, als sei -allen Unkenrufen zum Trotz – der Hörbuchboom ungebrochen. Und vielleicht sagt es auch generell etwas zur Bedeutung des Themas „Digitalisierung“ und „Internet“ im Bereich der Buchbranche …

h1

Erfolg der sozialen Netzwerke im Web ungebrochen?

20. Juni, 2008

Der Enthusiasmus in der Blogosphäre nimmt ja merklich ab (glaube nicht, dass das nur mein subjektives Empfinden ist) und in letzter Zeit lese ich auch immer mal wieder, dass hier und da in den bekannten (großen) Social Communities die Klickraten runter gehen. Da kommt eine Meldung der Computerwoche über eine aktuelle Forsa/Bitkom-Erhebung daher, die feststellt, dass inzwischen 16,7% der deutschen Internetnutzer über ein persönliches Profil in einer Social Community verfügen (dies entspricht einem Wachstum von 20% ggü. dem vergangenen Jahr).

Das Interessante dabei: Online-Communities werden vor allem als Infrastruktur genutzt, um die realen Verbindungen (die aus dem echten Leben also) im Internet nachzubilden (und zu erweitern). Kommunikation mit Gleichgesinnten zu bestimmten Interessensgebieten werden in diesem Zusammenhang „als Bereicherung empfunden“, so Bitkom.

Dazu passt ein älterer Artikel von Chris Anderson (der mit dem „Long Tail“ – klingt das jetzt irgendwie anrüchig?), der argumentiert, dass die großen (thematisch unfokussiert auftretenden) Netzwerke wie Facebook und MySpace am Ende gegen die Vielzahl von „Nischencommunities“ mit einem klaren Fokus auf bestimmte Interessengebiete und Themen verlieren werden. „Social Communities should be a feature, not a destination“. So nennt er das. Wo kann ich unterschreiben?