Archive for the ‘Marketing’ Category

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Neue Serie: Oversittings for Oncatchers

16. Juni, 2010
Bild von Max Braun via flickr.com

Bild von Max Braun via flickr.com

Seit geraumer Zeit frage ich mich, was insbesondere US-amerikanische Softwarefirmen dazu bringt zu glauben, dass automatische Übersetzungen mit Google oder Babelfish (oder wie sie alle heißen) sich ohne weiteres Nachdenken dazu eignen, Produkte zu lokalisieren oder (manchmal amüsante, zumeist aber einfach nur unverständliche) Support-Antworten an internationale Kunden zu versenden.

Ich bin ja ein großer Freund von effizienten Arbeitsabläufen und Kosteneinsparungen (da, wo sie Sinn machen), aber wenn es dazu führt, dass sich ein Unternehmen (im besten Fall) lächerlich macht, dann läuft doch irgendwas schief. Inzwischen bekomme ich fast täglich Mails oder sehe User Interfaces von Programmen, deren Entwickler sich nicht mehr die Mühe machen, darüber nachzudenken, wie wohl der Eindruck beim Kunden ist, wenn er in der Software eine Option namens

„automatische Verlegenheit“

findet (der Hilfetext zu dieser Funktion lautete übrigens:

„Überspringt den Resultatsschirm bis nach der Verlegenheit ist komplett:“

Alles klar?

Also habe ich heute eine neue Kategorie in diesem Blog erstellt namens „Oversittings for Oncatchers“ (die Übersetzung in die deutsche Sprache überlasse ich Euch) und werde hier regelmäßig unregelmäßig die schönsten Fundstücke präsentieren. Dabei versteht es sich natürlich von selbst, dass ich für Hinweise immer dankbar bin. Wenn Ihr also Übersetzungen findet, die der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden dürfen, immer her damit. Am besten hier einen Kommentar posten oder per IM (Meebo – geht direkt hier aus dem Blog – siehe rechte Spalte) Kontakt aufnehmen.

Den Anfang dieser kleinen, aber feinen Serie soll dann auch eine E-Mail-Benachrichtigung eines web-basierten CRM-Systems machen. Dieses unterrichtete mich heute über eine angelegte Aufgabe, und zwar wie folgt:

Ich lass‘ das mal so stehen… In diesem Sinne,

Grüßen,

Ralf.

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Servicewüste Online-Marketing?

1. Juni, 2010

Ich mach‘ ja auch ‚was mit Software … unter anderem beschäftige ich mich relativ intensiv mit den Themen Online-Marketing (im Allgemeinen) und SEM (im Speziellen). Da Ressourcen aber (wie immer und überall) sehr knapp sind, hab ich angefangen, mir mal verschiedene Agenturen ‚rauszusuchen, die Know-how auf diesem Gebiet haben und mir helfen sollen, entsprechende Kampagnen zu konzipieren und zu implementieren (in der Hoffnung, dass auch die Klickraten und Conversions noch ein bißchen besser werden …).

Mein Fehler ist vielleicht zu denken, dass ein Anruf das Kennenlernen und erste Briefing erleichtert. Vielleicht macht man das auch nicht, wenn man über Online-Marketing spricht, aber folgendes Telefongespräch fand ich dann doch komisch:

Das Telefon klingelt. Eine Dame nimmt ab und meldet sich. Ich erkläre kurz, worum es mir geht und dass ich gerne mit jemandem über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen würde.

Dame: „Moment bitte.“

Warteschleife (und eine schreckliche Warteschleifenmusik … klang wie direkt aus einem Commodore VC20)

Nach etwa 3 Minuten wieder die Dame: „Hallo? Können Sie mir bitte nochmal genau erklären, worum es geht?“ (blöd, wenn man beim ersten Mal nicht zuhört).

Ich: „Wir sind ein Softwarehersteller und machen Online-Werbung. Ich suche nach einer Agentur, die das für uns übernehmen kann.“

Dame: „Okay, ich versuche mal, Sie zu verbinden.“

Warteschleife (und wieder die Warteschleifenmusik … ich glaube, die Töne aus dem VC20 klangen besser …)

Nach weiteren etwa 3 Minuten wiederum die Dame (ich war etwas überrascht – ich dachte, sie wollte mich verbinden): „Hallo? Können Sie vielleicht eine E-Mail schreiben, in der Sie genau erklären, worum es geht?“

Meine Antwort war „Nein“ (ich habe auch noch hinzugefügt, dass ich mir dann eben eine andere Agentur suchen würde – es gibt ja genug. Wenn ich eine E-Mail schreiben wollte, hätte ich das gleich getan und mir nicht diese schreckliche Musik anhören müssen). Ich hab‘ noch meine Telefonnummer hinterlassen, falls sich jemand dann doch noch für einen Auftrag interessieren sollte – aber einen Rückruf habe ich natürlich auch nie bekommen. Irgendwie klar.

Andererseits beruhigend, dass es Unternehmen gibt, denen es so gut zu gehen scheint, dass Sie nichtmal mehr mit potenziellen Kunden reden müssen. Liegt vielleicht aber auch an mir – ist mir nicht zum ersten Mal passiert in letzter Zeit …