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E-Books: Mehr als nur heiße Luft

23. Juni, 2008

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich der festen Überzeugung bin: Innerhalb der kommenden 5 Jahre werden wir eine deutliche Veränderung im Buchmarkt sehen – E-Books werden „salonfähig“. Wie ich im readbox Blog schon ein paar Mal schrieb (z.B. hier, hier oder hier), wird ganz sicher die Verfügbarkeit entsprechender Endgeräte der Treiber dieser Entwicklung sein. Und angebotene Formate müssen sich diesen Endgeräten anpassen, denn einen E-Book-Standard gibt’s nicht und pdfs eignen sich in den allerwenigsten Fällen dazu, längere Texte elektronisch zu konsumieren (schon mal versucht, ein pdf mit Seitenumbruch in Druckgröße A4 oder A5 auf einem Handy oder Smartphone zu lesen?).

Nun bin ich offensichtlich nicht der einzige, der dieser Meinung ist. So hat ein vor ein paar Tagen schon Droemer Knaur per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass zunächst 50 Titel aus dem Programm und danach alle Novitäten automatisch auch als E-Book auf den Markt kommen sollen. Dazu ein paar „O-Töne“ vom Verlags-Geschäftsführer Ralf Müller aus einem Interview mit dem Buchreport:

Die grössten Hürden waren technischer Natur – diese sind inzwischen überwunden. Jetzt wird es in Deutschland darum gehen, dass Amazon und Sony ihre geräte auf den Markt bringen und die Verlage ihre Inhalte entsprechend aufbereiten – beides eine Frage der Zeit. Darüberhinaus rechnen wir damit, dass auch Apple in naher Zukunft ein i-book auf den Markt bringen wird.

Ich persönlich rechne nicht mit einem „i-book“ von Apple. Das iPhone eignet sich doch bereits ganz hervorragend zum Lesen – wenn man denn E-Books in einem Format bekommen kann, die auf das Gerät, dessen technische Eigenschaften und Displaygröße abgestimmt sind. Und auch wenn E-Book-Reader wie CyBook, iLiad, Kindle oder PRS-505 tolle Geräte sind – der Massenmarkt wird sich damit nicht erreichen lassen. Ich glaube nicht, dass die Menschen noch ein spezialisiertes elektronisches Gerät haben wollen (zusätzlich zum Handy, Laptop, Handheld, iPod, …). Holt die Leute doch da ab, wo sie sind …

Die jetzt von uns angebotene PDF-Version ist ein erster Schritt – weitere werden folgen. […] Unabhängig davon hätte ich mir bis vor kurzem auch nicht vorstellen können, meine gesamte Musik auf einem mobilen Gerät zu speichern, und wer sich mal die Mühe gemacht hat, ein Buch auf dem Kindle oder Sony Reader zu lesen, wird zugeben müssen, dass es einen Zeitpunkt gibt, wo nur noch der Inhalt zählt, unabhängig vom Medienträger. Das es demnächst in Deutschland mobile Endgeräte geben wird, ist für uns vollkommen klar und liegt bei der Größe und Bedeutung des deutschen Buchmarktes auch auf der Hand.

Dass es schon mobile Endgeräte in Deutschland gibt, auf denen sich E-Books exzellent lesen lassen, ist Herrn Müller wohl entgangen. CyBook und iLiad sind in Deutschland lieferbar. Darüber hinaus: Handy-Displays werden imm größer, Smartphones (ich zähle das iPhone mal dazu) immer beliebter. Hier ist der wirkliche Massenmarkt für E-Books!

Übrigens gibt’s bei der readbox jedes Buch als E-Book (für etwa 55% des Ladenpreises des gedruckten Buches) – in speziellen Formaten für iPhone, Java-basierte Handys und weitere Endgeräte/mobile Softwareumgebungen.

via Börsenblatt, Buchreport, Voland & Quist Verlagsblog und Heinold, Spiller & Partner.

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