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Amazon: Von 0 auf 2,2 Mio Kindles in 3 Jahren?

16. Mai, 2008

Quelle: Silicon Alley Insider via Techcrunch

In Deutschland wurde die gestern veröffentlichte Analyse der Citibank (genauer gesagt: Citi Investment Research) über die Zukunftsaussichten und die Bedeutung des E-Book-Readers „Kindle“ für Amazon wenig bis gar nicht beachtet. Soweit kein Wunder, denn das Gerät gibt’s hier noch nicht und generell führen E-Books bisher eher ein Schattendasein. Das wird sich jedoch bald ändern, wenn man der Analyse der Citigroup Glauben schenken mag.

Eines mal vorweg genommen: Ich halte die in dem Bericht getroffenen Aussagen für optimistisch. Vor allem finde ich es ein wenig gewagt, sich bei der Voraussage einer „Adoption Rate“ für den Kindle (das Kindle? die Kindle?) an Apples iPod zu orientieren, auch wenn angenommen wird, dass die Verkaufszahlen für den Kindle nur bei 50% derer des iPods liegen werden (Apple verzeichnete im vierten Jahr nach Einführung einen mächtiges Plus von 370% in den Auslieferungen des iPods gegenüber dem Vorjahr, von 930 Tausend auf 4,4 Millionen Stück!). History does not repeat itself … or does it, actually?

Werden E-Books zum massentauglichen Phänomen?

Aber selbst wenn man die vorausgesagten Absatzzahlen optimistisch findet, zeigt die Analyse eines sehr deutlich: Amazon hat das Potenzial (und sehr wahrscheinlich auch das Interesse, denn E-Books sind bei entsprechendem Volumen auch gute Margenbringer), E-Books den Schub zu geben, den sie brauchen (und verdienen, IMHO) um den Graben vom Nischen- zum Massenmarkt zu überspringen.

Schaut man sich die Tabelle oben an, erkennt man schnell das vorausgesage Potenzial. Denn in einem Markt, der bis 2010 fast 3 Mio Kindles nutzen wird (und selbst wenn’s nur die Hälfte wäre), werden sich auch andere Anbieter (Technologie wie Verlage) für das Thema interessieren und auch bisherige Player im Markt (wie Bookeen, iRex sowie verschiedene Inhalteanbieter) Aufwind bekommen. Und E-Books werden breitere Aufmerksamkeit bekommen, weil immer mehr Anbieter, Nutzer, Interessierte und die Medien darüber reden. Das ist es, was der Markt braucht. Auch wenn Amazon mit der Verknüpfung der Geräte mit dem Kindle E-Book-Store (natürlich) eine proprietäre, geschlossene Lösung anbietet. Das war (und ist) beim iPod genauso. Dem Markt – und dem Eintritt weiterer Player im Markt hat’s nicht geschadet.

Im Übrigen glaube ich auch, dass der gesamte Buchmarkt durch eine solche Entwicklung frischen Wind bekäme. Wenn Lesen (für die zunehmen Technologie- und Neue-Medien-orientierte Gesellschaft) einen zusätzlichen Kick bekommt, wird Lesen vielleicht auch an „Sexiness“ und „Coolness“ gewinnen. Und das wäre sicher wünschenswert. Wie war das noch? Lesen bildet, oder?

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One comment

  1. […] Kindle 2.0 im Oktober? In the U.S., anyway … 18. Juli, 2008 Angeblich sind bisher nur 30.000 bis 50.000 Geräte verkauft worden (und Analysten gehen von einer Marktdurchdringungsrate aus, die der des iPod ähnelt. Von diesem […]



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